Geschichten von früher

Ihr kennt sicher die eine oder andere Geschichte, die Euch Eure Oma oder der Opa schon mal erzählt hat. Da gehts mal lustig zu, manchmal auch traurig, manchmal muß man lachen und manchmal versteht man das alles gar nicht so recht, weil es das Leben, das es früher gab, heute nicht mehr so gibt.

Früher waren die Kinder kleine Erwachsene, die ihren Eltern viel bei der Arbeit in Haus und Hof helfen mußten. Sie hatten, wie die großen Leute auch ihre Pflichten und wenn die nicht erledigt wurden, gab es nicht selten etwas auf den Po.

Freizeit hatten die Kinder wenig, ebenso wenig viele Spielzeuge wie die Kinder von heute. Aber sie hatten ihre fantasie und konnten aus ganz wenigen Dingen etwas ganz Großes machen. Da wurden Kastanien mit kleinen Hölzern versehen und wurden zu Tieren, oder Tannenzapfen zu Kühen, die in einem kleinen Bauernhof aus ein paar Brettchen standen.

Die Kinder waren früher nicht verwöhnt. Süßes gab es nur zu Feiertagen, Schokolade war teuer und man kannte sie fast gar nicht. Wer einmal ein "Gutsel" geschenkt bekam, war das glücklichste Kind auf Erden.

Schaut sie euch mal an, unsere drei "Helden", die bei unserer Gruppe bei der Historischen Parade mitgelaufen sind. Für Felicitas, Alex und Florian war die Kleidung am Anfang ganz schön ungewohnt, aber so waren die Kinder eben früher gekleidet. Die Jungs hatten Hosen mit Hosenträgern an und trugen eine Mütze und die Mädchen Kleider und meist noch eine Schürze. Die Kinder früher waren sehr arm. Die Kleider, die sie anhatten waren sehr oft geflickt und wurden immer an den nächst Jüngeren weitergegeben. Solange, bis sie wirklich komplett kaputt waren.

In der Schule war der Lehrer oft sehr streng und er durfte die Kinder noch mit dem Rohrstock schlagen, wenn sie nicht gleich gehorchten.


          Auf dem Bild seht Ihr die Kommunionbuben im Jahr 1935 mit Pfarrer    

          Prälat Eichenlaub (links) und seinem Kaplan (rechts)

Die Kinder hatten es früher sicher nicht besser als ihr, aber sie waren jeden Tag draußen, hatten immer irgendwelche Spielkameraden, denn jede Familie hatte oft mehrere Kinder. Sie erlebten auch das eine oder andere Abenteuer, wenn sie draußen spielten, hatten immer irgendwelche Tiere um sich und waren in einer Großfamilie, wo Oma und Opa, Eltern Kinder alle beisammen wohnten oft doch behütet.

Sie lernten früh, Aufgaben zu übernehmen und sie freuten sich auch wenn sie helfen konnten und dafür Lob bekamen.

Ich glaube, Kinder die Langeweile hatten, die gab es früher selten!

Auf dem Bild seht Ihr übrigens Lehrer Weis mit seiner Schulklasse vor der Katholischen Kirche. Das Bild entstand etwa 1937.

Hier auf den Seiten findet ihr ein paar Geschichten von Menschen, die aus ihrer Kindheit erzählen. Manche von ihnen sind schon lange verstorben, aber sie haben uns ihre Geschichten hinterlassen. So wie zum Beispiel die Geschichten von meiner Uroma. Aber lest nur selbst! Viel Spaß dabei!!!