Die Brunnen in Maikammer

und Alsterweiler

Ein Beitrag von Markus Hener

Wir können uns heute kaum vorstellen, wie es sein muß bei Bedarf keinen Wasserhahn aufdrehen zu können. Fließendes Wasser innerhalb des Hauses, Duschen, Klosetts, alles Dinge die wir heute als selbstverständlich erachten, waren für unsere Vorfahren unbekannt oder reinster Luxus.

Bis zum Jahr 1889 und zum Bau der ersten Wasserleitung,  gab es in Maikammer und Alsterweiler neben den Bächen und Quellen nur Brunnen, die zur Wasserversorgung von Mensch und Vieh unentbehrlich waren.

Die Bäche führten im Vergleich zu heute wesentlich mehr Wasser und auch die Quellen um unser Dorf, im Alsterweiler Tälchen, aber auch in der Flur spendeten genügend Naß.

Das Versiegen der Quellen gerade in der Gemarkung, begann mit der Flurbereinigung, als große Areale drainiert und das Oberflächenwasser schnell abgeleitet wurde. Die Quellen im Wald wurden mehr oder minder "angezapft" und die Bäche verloren ihre Wassermengen. Die Ausdehnung der Ortschaften, gerade in den letzten 70 Jahren, die daraus resultierende Oberflächenversiegelung durch asphaltierte Wege und Straßen sorgen dafür, daß Oberflächenwasser schnell abfließt statt zu versickern. Auch dem Klimawandel und den gerade in den letzten zehn Jahren ausbleibenden großen Regenfällen ist natürlich ein Absinken des Grundwasserspiegels mit zuzuschreiben.

 

Doch bleiben wir in der Zeit vor etwa hundert Jahren, als es in Maikammer-Alsterweiler noch zehn Laufbrunnen gab und sicherlich einige Ziehbrunnen, von denen der Brunnen am alten Rathaus vor der Kirche und der in der Kredenburg die bekanntesten sein dürften.

Ausnahmslos alle Laufbrunnen im Dorf sind in den Fünfziger, Sechziger und beginnenden Siebziger Jahren dem Modernisierungswahn und somit der Spitzhacke zum Opfer gefallen.

Dieser Beitrag soll noch einmal die Erinnerung an die Brunnen wach werden lassen.

 

Das Thema "Brunnen und Wasserversorgung" wurde ausführlich im zweiten Historischen Frühschoppen im Jahr 2015 behandelt und findet sich auch in einem interessanten Beitrag auf der Alsterweiler-Seite von Matthias Dreyer. Den Beitrag finden Sie hier:

https://alsterweiler.matthiasdreyer.de/wiki/Frihschobbe_(Brunnekärwe)

 

 

Wie in allen Dörfern der Haardt gab es auch bei uns sogenannte Laufbrunnen. Ihr Wasser bezogen die Brunnen aus sogenannten Brunnenkammern, also Quelleinfassungen, die bei uns vornehmlich im Alsterweiler Tälchen zu finden waren. Die Brunnenkammern waren mit den Brunnen durch sogenannte "Deicheln" verbunden. Dies waren ausgebohrte Fichtenstämme, die mit Bleikapseln zueinander verbunden waren. Diese Deicheln führten das Wasser unterirdisch durch das Dorf zu den Brunnen.

Im Jahr 1830 wurde seitens der Gemeinde der Versuch unternommen, die hölzernen Deicheln durch steinerne zu ersetzen. Laut Johannes Leonhardt war man aber unzufrieden mit dieser Lösung und ersetzte ab 1838 wieder die steinernen durch hölzerne. Eine Hälfte einer solchen steinernen Deichel konnte der Club Sellemols bei Bauarbeiten in der Hintergasse sicher stellen.

Das Teilstück der Deichel lag im Bereich des ehemaligen Brunnens an der Hintergasse in etwa 1,20m Tiefe. geht man vom Durchmesser der Deichel aus, kann man sich eventuell auch einen Reim darauf machen, warum die Maikammerer in den 1830er Jahren unzufrieden mit dieser Lösung waren: die Druckverhältnisse, die das Wasser in solchen Röhren aufbaut, dürften schlechter gewesen sein als in den hölzernen Deicheln, in denen der Durchmesser nur etwa 5 bis 7cm beträgt.

 

Die folgenden Bilder zeigen eine kleine Auswahl der wohl bekanntesten Brunnenkammern. Von links nach rechts: Brunnenkammer am Hexenweg, unterhalb des Oehl'schen Wingerts, Brunnenkammer in der Gewanne Ziegelscheuer, Brunnenkammer in der Nähe des Schützenhauses.

 

Im Bereich um das Dorf in der Feldgemarkung fand man früher einige Quellen. Bekannt dürfte wohl das "Petersbrünnel" sein, das allerdings auch versiegt ist und das in der gleichnamigen Gewanne in der Nähe der Mühlgasse im Frühjahr sein Wasser spendete.

Im Bereich der Obermühle und der Ölmühle muß sich der Sparbenbrunnen befunden haben, also der Brunnen am Sparbenbaum( Speierling).

Südlich der Neugasse, hinter dem früheren Faselstall befand sich der Lettenbrunnen in der Gewanne "Im Letten".

In unmittelbarer Nähe, an der St.Martiner Chaussee lag der Feulnigsbrunnen (Gewanne "Im Feulnig), der den Brunnen an der Heergasse mit Wasser versorgte.

Urban Ziegler spricht in der Chronik noch von einem "Kindelsbrunnen", dessen Lage sich aber bisher nicht erschließt.

Kleiner Wasserauslässe fanden sich über die gesamte Flur verteilt. Auf dem Überfeld und in der Gewanne "Vogelsang" befanden sich kleinere Zisternen, die Grundwasser sammelten.

 

Die mithin wichtigste Wasserversorgung kam aus dem Alsterweiler  Tälchen. Hier wurde auch 1889 mit dem Bau des Wasserreservoirs begonnen. Einige Brunnenkammern und Quellfassungen findet man noch heute, allerdings sind diese zum Teil meist versiegt.

Auf nebenstehendem Bild sieht man eine Brunnenkammer älteren Datums, die sich unterhalb des Weges zur Pumpstation befindet. Auch diese ist schon seit Jahrzehnten trocken gefallen.

Leider wird es wohl schwierig sein, herauszufinden, welche Brunnenkammer welchen Brunnen 

gespeist hat. Anzunehmen ist auch, daß die Laufbrunnen untereinander verbunden waren und so eine Quelle mehrere Brunnen speiste.

Spätestens mit dem Bau der Wasserleitung erhielten manche Brunnen zusätzlich ein Laufrohr für die Wasserleitung (so der Brunnen an der Neugasse, welcher zwei getrennte Röhren besaß).

Die Brunnen dienten nicht nur dem Wasserverbrauch im Haushalt, sondern auch als Viehtränke. Durch die hier übliche Stallhaltung wurde das Vieh regelmäßig an den Brunnen zum Tränken geführt.

Einige Häuser dürften ebenso wie die Kredenburg auch eigene Brunnen besessen haben, was auch Matthias Dreyer in seinem Beitrag zu den Brunnen erwähnt. Leider ist dies bis heute nicht weitergehend erforscht.

 

Bauarbeiten zum Wasserreservoir 1889

Um die Brunnen gab es zahlreiche Berufe: den Brunnenbohrer, den Deichelbohrer, der Brunnensetzer, die Steinmetze, die die Brunnentröge herstellten und der Volksmund erwähnt in dem Spruch "Der schafft wie en Brunnebutzer", daß beim Brunnengraben und Brunnensäubern schnell und schwer gearbeitet werden mußte.

 

Man kann sich heute kaum vorstellen, daß man vor über 400 Jahren mit doch sehr archaischen Mitteln riesige Brunnentröge im Wald in Steinbrüchen bearbeitet hat um sie dann mittels Fuhrwerk an den späteren Aufstellplatz zu bringen.

Indes wurden die Brunnen auch immer wieder verändert: steinerne Tröge wurden ersetzt durch neue Tröge aus Gußeisen, später aus Terrazzo und am Ende aus Beton (beim oberen Brunnen in der Hauptstraße war dies der Fall)

 

Auch die Dorfordnung stellte Regeln für den Umgang mit den Brunnen auf. So war das Leerlaufenlassen der Tröge über Nacht verboten. Man brauchte das Wasser schließlich auch, um im Notfall Feuer zu löschen. So schreibt Urban Ziegler davon, daß bis zum dreißigjährigen Krieg die Löscheimer an den Brunnen hingen.

 

Zwei Brunnen  waren sogenannte "Eichbrunnen". Hier sorgte ein Eichmeister für die Eichung von Fässern, Hotten, Eimern und anderen Hohlgefäßen. Der Eichmeister wurde von der Gemeinde bestellt. Eichbrunnen waren der Brunnen in der Hauptstraße vor dem Anwesen Nummer 21 und der Brunnen am Marktplatz vor dem Anwesen "Pfälzer Hof".

 

Im folgenden werden die einzelnen Brunnen mit ihrer Lage im Ort beschrieben. Zu den einzelnen historischen Fotografien haben wir versucht, ein passendes Vergleichsbild aus heutiger Zeit anzufertigen um die frühere Lage besser deutlich zu machen.

 

1. die brunnen in

maikammer

Der Eichbrunnen am Marktplatz

Der Brunnen am Marktplatz war Eichbrunnen und wurde, wie Johannes Leonhardt schreibt, wohl noch zu seinen Zeiten als solcher genutzt (Ortschronik, S.256ff). Er schreibt weiter: "Im Jahre 1821 wurde der Wasserbehälter am Eichbrunnen in Maikammer erneuert; der alte stammte aus dem Jahre 1567. Als man im Februar 1925 bei der Kanalisation der Heerstraße den Brunnen kleiner machte, fand man im Boden eine große Steinplatte, deren Gewicht auf 300 Zentner geschätzt wurde."

Leonhardt berichtet außerdem, daß 1888 auf dem Marktplatz ein Springbrunnen errichtet worden sei. Dieser ist sicherlich bei der Errichtung des Hartmann-Denkmals beseitigt worden.

 

Auf unserem erste historischen Bild, das den Blick aus Norden die Heergasse (Weinstraße) nach Süden zeigt, ist zu sehen, daß der Brunnentrog wohl sehr groß war und auch weit in die Straße hinein ragte. Das historische Foto entstammt der Zeit um 1915.

Vergleichsbild Sommer 2018:

Auf dem folgenden Bild, ebenfalls aus der Zeit des ersten Weltkrieges erkennt man das ursprüngliche Gebäude des "Pfälzer Hofes", das ab 1914 als Lazarett diente. Auf diesem Bild ist zu erkennen, daß die Brunnenstele ein steinerner Zapfen krönt.

Vergleichsbild Sommer 2018

Das folgende Bild zeigt die Ansicht in Richtung Norden. Rechts noch gut zu erkennen das Rathaus. Das Bild stammt aus den frühen 20er Jahren.

Vergleichsbild Sommer 2018

Der Brunnen an der Heergasse (Weinstraße  Süd)

Der Brunnen an der Heergasse befand sich gegenüber der Einmündung der Brunnengasse in die heutige Weinstraße Süd.

Leonhardt beschreibt den Brunnen mit zwei Röhren, dessen eine Röhre über die Brunnenkammer an der Sankt Martiner Straße gespeist wird.

Unser historisches Foto zeigt den Brunnen zeigt den Brunnen vor 1925, denn Leonhardt schreibt, daß der Brunnen in diesem Jahr abgeändert wurde.

Vergleichsbild Sommer 2018

Auf der ersten Parzellenflurkarte von 1821 findet man den Brunnen in der Gewanne "Feulnig"/"Letten", der oberhalb der Brunnengasse entspringt. Leonhardt schreibt allerdings, daß der Brunnen an der Brunnengasse von der Brunnenkammer an der Sankt Martiner Straße gespeist wird. Die Gegend ist seit den 60er Jahren

bebaut.

Vor einem Anwesen findet sich ein kleiner "Brunnen". Es konnte leider bisher nicht herausgefunden werden, ob es sich hier noch um fließendes Quellwasser handelt wie in früheren Zeiten.

Albert Orth kann sich erinnern, daß der auf der Karte eingezeichnete Brunnen mit Sandsteinen gefaßt war und eine Jahreszahl (18....) angebracht war.

Der Brunnen ist durch die Flurbereinigung verschwunden.

Der Brunnen am kleinen frantzplatz

Am kleinen Frantzplatz befand sich ein weiterer Brunnen, der wohl schon öfter die Gestalt gewechselt hat. Auf der Katasterkarte von 1835 ist er seltsamerweise nicht eingezeichnet, aber man findet ihn auf der Parzellenflurkarte von 1821.

Leonhardt schreibt hierzu, daß der Brunnen beim Bau des Anslingerschen Hauses (heute Weinlabor Kiefer) zurückgesetzt wurde und einen eisernen Brunnentrog erhielt. Dies zeigt auch deutlich unser erstes historisches Foto aus der Zeit wiederum um 1910-1915.

Vergleichsbilder Sommer 2018:

Eine Besonderheit stellt diese Fotografie dar, sie zeigt nämlich den veränderten Brunnen, etwa um 1950. Wie zu sehen ist, wurde der Brunnen an die Mauer der Schule gerückt und erhielt einen Brunnentrog aus Terrazzo. Wie es scheint, wurden einige alte Brunnen in den Dreißiger/Vierziger Jahren durch diese Terrazzobrunnen ersetzt. Wir finden dies auch beim Brunnen an der Hintergasse, beim Brunnen an der Hartmannstraße und beim Brunnen in der Hauptstraße vor Hausnummer 21 wieder.

Vergleichsbild Sommer 2018:

Der Brunnen an der Kirche

Der Brunnen an der Kirche  befand sich vor dem Anwesen des Krämerladens und späteren Kerzengeschäfts Wothe auf der rechten Frontseite des Gebäudes.

Vor der Kirche befand sich, wahrscheinlich bis zum Kirchenerweiterungsbau 1756 das Rathaus der Gemeinde. Vor dem Rathaus befand sich, ungefähr in der Höhe des heutigen Zebrastreifens der Rathausbrunnen: ein Ziehbrunnen.

Vergleichsbild Sommer 2018:

Hier ein Bild, das aus einem Fenster des Anwesens der Familie Linde gemacht wurde. es zeigt den Bereich um den Brunnen bei der Eröffnung der deutschen Weinstraße im Oktober 1935.

Links das Anwesen der jüdischen Familie Arthur Süß, das 1972 abgerissen wurde.

Vergleichsbild Sommer 2018:

Trauerzug bei der Bestattung von Pfarrer Hermann Heilweck:

Vergleichsbild Sommer 2018:

Dies ist eines von zwei Polaroidfotos, die bei der Entdeckung des Rathausbrunnens gemacht wurden. Bei Straßenbauarbeiten rund um die Kirche wurden nicht nur die bekannten und von Max Lothar Schmitt geretteten Bodenfliesen gefunden, sondern auch der Rathausbrunnen eröffnet. Die Steine wurden abgetragen und auf dem Bauhof zwischengelagert, wo sie nach einiger Zeit verschwanden. Der Brunnen indes wurde mit Beton zugegossen, ohne vorher den Denkmalschutz zu informieren. Dem mutigen Eingreifen von Max Lothar Schmitt ist es zu verdanken, daß wenigstens die Bodenfliesen gerettet werden konnten.

Laut Information war der gefundene Brunnen etwa 5 Meter tief. Auf dem Foto sieht man noch feuchtes Füllmaterial. Hätte man die Chance gehabt, den Brunnen archäologisch zu untersuchen, wären sicherlich viele Aufschlüsse über die Geschichte unseres Dorfes zutage getreten. Diese Chance wurde leider durch das Zugießen und Verschütten nicht genutzt.

Der Brunnen an der Kreuzung Hartmannstraße/Friedhofstrasse

Der größte Brunnen in Maikammer dürfte der Brunnen an der Hartmannstraße gewesen sein. Er hatte zwei Brunnentröge, die getrennt voneinander waren.

Auf der Parzellenkarte von 1821 ist der Brunnen noch auf der Mitte der Kreuzung verortet und muß schon damals eine beachtliche Größe aufgewiesen haben.

Einer Postkarte aus den 40er Jahren zufolge muß der Brunnen in dieser Zeit zerstört und durch einen Terrazzobrunnen ersetzt worden sein. (s.u.)

Vergleichsbild Sommer 2018:

Trauerzug in den 20er Jahren.

Vergleichsbild Sommer 2018:

Das folgende historische Foto zeigt den Bereich um den Brunnen etwa in den 40er Jahren. Wir befinden uns definitiv noch in der Zeit des Dritten Reichs, da die Friedhofstraße noch "Schlageterstraße" heißt.

Wie man sieht ist der große alte Brunnen auch hier durch einen Terrazzobrunnen ersetzt worden.

Der brunnen an der hintergasse

Über den Brunnen, der sich am Beginn der Hintergasse (heute Friedhofstraße) befand, wissen wir leider nicht viel.

Zu sehen ist in dem Bild aus den Dreißiger Jahren aber auch, daß hier der steinerne Trog durch einen Terrazzobrunnen ersetzt wurde. Am Haus von Gerd Stauch ist noch der ehemalige Auslauf des Wasserrohrs zu sehen.

Vergleichsbild Sommer 2018:

der brunnen an der neugasse

Der Brunnen an der Neugasse dürfte der jüngste Brunnen sein, der im Dorf errichtet wurde, denn er fehlt auf dem Katasterplan von 1835.

Laut Leonhardt wurde der Brunnen von der Brunnenkammer im Feulnig gespeist, Albert Orth weiß zu berichten, daß der Brunnen vom "Lettenbrunnen" hinter dem Faselstall gespeist wurde und zudem eine zweite Röhre besaß, die Leitungswasser spendete.

Unser historisches Foto zeigt die Familie Wilhelm vor ihrem Anwesen. Rechts Hildegard Wilhelm.

Vergleichsbild Sommer 2018:

Das historische Foto aus der Hand von Reinhard Wilking aus den frühen 20er Jahren zeigt den Brunnen mit seinen zwei Röhren. Bemerkenswert: der Brunnentrog bestand aus einem Stück!

Vergleichsfoto Sommer 2018

Der Bereich hinter dem Faselstall. Im "Faselstallpädel" zur Neugasse hin ist noch der ehemalige Kanal für das Wasser des Lettenbrunnens zu sehen, der nach der Flurbereinigung verschwunden ist. In dem Bereich findet sich heute ein trockenes Sickerbecken.

2. die brunnen in

alsterweiler

Der Brunnen im Schulgässel

Der Brunnen im Alsterweiler Schulgässel dürfte in Alsterweiler der schönste Brunnen gewesen sein. Er findet sich auch häufig auf Fotografien wieder und viele Erinnerungen der letzten Generationen sind mit ihm verbunden.

Ursprünglich (auf den Bauplänen zur Kredenburg) findet sich ein Brunnen weiter unten in der Friedhofstraße an der Begrenzungsmauer zur Kredenburg.

Historisches Foto  und Vergleichsbild 2018:

Das wohl bekannteste Bild aus den 20er Jahren von Reinhard Wilking:

der brunnen am anwesen hauptstraße 21

Der Brunnen vor dem Anwesen Hauptstraße 21 war ebenfalls Eichbrunnen und scheint noch bis in die 30er Jahre ein reiner Tränkbrunnen gewesen zu sein, bis er durch einen Terrazzobrunnen ersetzt wurde.

Leider ist die der einzige Brunnen, von dem wir kein historisches Foto besitzen.

Der heutige Brunnen ist ein reiner Zierbrunnen.

der brunnen am anwesen hauptstraße 57

Der Brunnen am Anwesen Hauptstraße 57 hatte laut Leonhardt ebenfalls einen steinernen Behälter, der durch einen eisernen und zuletzt durch einen Trog aus Beton ersetzt wurde.

Unser historisches Foto zeigt den kleinen Hans Wilhelm vor dem Brunnen.

Vergleichsbild Sommer 2018

Albert Orth hat in den 70er Jahren den Abriß und damit die Zerstörung des Brunnens fotografisch dokumentiert.

Vergleichsbild Sommer 2018 und ungefährer Standort des Fotografen:

Quellen:

Johannes Leonhardt: "Geschichte von Maikammer-Alsterweiler", 1928

 

Johannes Damm: "Chronik Maikammer-Alsterweiler" , 1984

 

Matthias Dreyer: www.alsterweiler.net

 

Markus Hener: Privatarchiv

 

Club Sellemols: Fotoarchiv